13.10.2009 Kulinarischer Reiterhof |  |
Der Linslerhof blickt auf über 855 Jahre Geschichte zurück. Heute ist der historische Gutshof in der Auen-Landschaft des Bistals auf Reiten und Jagen spezialisiert.
Die erste urkundliche Erwähnung des Linslerhofs geht auf das Jahr 1154 zurück. Überliefert ist ein Schriftstück, das die Schenkung des Linslerhofs durch den Ritter Adalbert und seine Mutter Juttha belegt. Sie übergaben den Hof in den Besitz des Klosters in Fraulautem. Die Schenkung beinhaltete für die Äbtissinnen die Pflicht, drei Messen in der Kapelle des Linslerhofs lesen zu lassen. 1789 wurde das Kloster Fraulautern aufgelöst. Der Linslerhof wurde daraufhin zunächst verstaatlicht und 1791 öffentlich versteigert. Vor gut hundert Jahren ging der Hof durch eine Erbschaft in den Besitz der Familie Boch-Galhau über. Zu dieser Zeit umfasste er 1.500 Morgen Land und ein umfangreiches Wald- und Sumpfgebiet, Mitte der 1990er Jahre, als die Ställe und das Gutshaus des Hofs leer standen und langsam verfielen, sahen sich Brigitte und Wendelin von Boch-Galhau vor die Wahl gestellt, das Anwesen zu verkaufen oder einen Neubeginn zu starten. Sie entschieden sich für Zweiteres. Aus den Kuhställen entstanden Boxen für Pensionspferde, und 1994 eröffnete auf dem Hof eine Jagdschule und eine unterirdische Schießanlage - eine der modernsten in Europa. Zeitgleich ließ Brigitte von Boch-Galhau im ehemaligen Gutshof die ersten Zimmer im englischen Landhausstil einrichten. Seit Februar 2008 führt Martin Kirsch als Direktor das Romantik Hotel Linslerhof. Das Hotel stellt heute seinen Gästen 62 bis ins kleinste Detail durchdachte Zimmer, die sich auf die historischen Gebäude Galhau-Haus, Gutshaus und Gartenhaus verteilen, einen Hotelgarten, ein Day-Spa und drei Seminarräume mit moderner Kommunikationstechnik zur Verfügung, Die landwirtschaftliche Tradition konnte auf dem Linslerhof dank des erfolgreichen und touristischen Konzepts weitergeführt werden. 45 Pferde weiden nun auf dem Linslerhof, der sich heute über eine Gesamtfläche von 330 ha erstreckt.
Neue & alte Partner
Der ehemalige Pferdestall wurde im Oktober 1995 zu der St. Antoniusstube mit 80 Plätzen umgebaut, in der eine gehobene Küche mit französischer Note serviert wird. Aus denr benachbarten Hengststall entstand wenig später die rustikale St. Georgs-Stube mit gutbürgerlicher Küche. Der Festsaal St. Hubertus mit seinem Rosengarten oder der Biergarten unter den Kastanien runden das gastronomische Angebot ab. Als Küchenchef fungiert Werner Bomble, der ein regional ausgerichtetes F&B-Konzept betreibt. Im Bereich Be-verage macht sich das z. B, beim Mineralwasser (Gräfin Mariannen Quelle), Bier (Karlsberg) und Saft (Merziger) bemerkbar. Die Weinkarte führt Weine aus einem Umkreis von 100 km, d.h. von Saar, Mosel, Ruwer, aus der Pfalz, Frankreich und Luxemburg. Die Getränke lässt sich der Linslerhof von einem langjährigen, regionalen Partner liefern, Für alles andere ist die HGK zuständig. Um den Einkauf für Hotel und Gastronomien zu optimieren, ist das Hotel 2008 der Einkaufsgenossenschaft aus Hannover beigetreten. „Wesentliche Vorteile sehen wir vor allem in der Kostentransparenz und der Möglichkeit zu Preisver-gleichen", erklärt Martin Kirsch. Die Betreuung vor Ort lobt er als gut und intensiv. „Qualitativ hochwertige und ökologische Produkte sind für uns eine Selbstverständlichkeit", erklärt Martin Kirsch. „Aber wir vermarkten uns nicht über die ,Bio-Schiene'. Unsere Gäste wissen, dass wir im Food-Bereich hauptsächlich regionale Produkte verwenden". So wundert es auch nicht, dass er neben Ruhe und Entspannung Kulinarik als Alleinstellungsmerkmal des historischen Gutshofs nennt.
Romantik Hotel Linslerhof 66802 Überherrn www.linslerhof. de

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